2009 - «Chätschgummi u Diamante»


Im Jahr 2009 hat sich die Regie einmal etwas anderes ausgesucht. Das Stück «Chätschgummi u Diamante», eine etwas englische Komödie, aus der Feder von Jürgen Baumgarten (Übersetzung: Etienne Meuwly), spielt mit einem etwas anderen Humor, als es unsere Zuschauer gewohnt sind und auch die Garderobe war etwas nobler, wobei dafür das Mobiliar eher spastisch gehalten wird.

Die Fotos zu diesem Stück sind zu Gunsten der Ladezeit auf drei Gruppen aufgeteilt. Trotzdem kann die Ladezeit einige Sekunden in Anspruch nehmen. Danke für die Geduld. 

Sir George ist Patrizier, Geschäfts- und Ehrenmann, aber leider bankrott. Um zumindest seiner Gattin Lady Ellen ein schuldenfreies Weiterleben zu ermöglichen, beschliesst er Selbstmord zu begehen, damit die auf ihn abgeschlossene Lebensversicherung ausbezahlt wird. Aber womit kann man sich umbringen, wenn die Waffensammlung für einen Todesschuss und die Seile für eine Erhängung gepfändet wurden, man nicht vom Dach springen kann weil man Höhenangst hat, man sich nicht vor den Zug werfen kann, weil die Bahnangestellten streiken und sich nicht die Pulsadern aufschneiden kann, weil man den Anblick von Blut nicht erträgt? Zum Glück ist der Butler erfinderisch und organisiert eine alte Pistole aus einem Grab eines Vorfahren. Doch diese scheint nicht losgehen zu wollen, als sich schlussendlich doch noch der einzig übriggebliebene Schuss löst und ausgerechnet den von vielen gehassten Kater trifft. Eine Vergiftung schlägt ebenfalls fehl. Das Gift war zu wenig um die beiden umzubringen, aber gerade genug um desswegen schreckliche Bauchschmerzen zu erleiden. Bei allem Bemühen - die letzte Ruhe ist schwerer zu verdienen als erwartet. Doch Georges Tante Ludmilla kann es nicht schnell genug gehen. Mit makaberen Bemerkungen gibt sie den beiden zu verstehn, dass sie sich gefälligst beeilen sollen, sie habe am Abend noch Gäste. Durch einen verfrühten Nachruf in einer Zeitung, wird auch noch die Versicherungsgesellschaft auf George und Ellen aufmerksam. Als George und Ellen dann von der Versicherungsagentin beiläufig mit Schrecken erfahren, dass die Versicherung bei einem Selbstmord nicht bezahlt, kommt George auf eine scheinbar geniale Idee und heuert einen Berufskiller an. Als Bezhalung verspricht er diesem Diamantringe, die sie am Finger tragen würden und die er ihnen nach getaner Arbeit abnehmen könne. George ergatterte mit dem letzten Kleingeld zwei täuschend echt aussehende Diamantring-Fälschungen aus einem Kaugummiautomaten. Doch plötzlich tragen alle solche Ringe. Der Konkursverwalter kauft für sich und die Hausangestelle solche Freundschaftsringe, Tante Ludmilla setzt als Preis der Pokerrunde ebenfalls einen solchen Ring ein, wobei dieser stets von der in Führung liegenden Pokerspielerin getragen wird und der Butler trägt auch einen solchen Ring, den er im Vorgarten gefunden hatte. Der Mörder hat sich nämlich ebenfalls solche Ringe zum Vergleich ergattert und einen davon im Vorgarten verloren. Doch plötzlich stellen George und Ellen fest, dass das Leben eigentlich zu schön ist, um sich wegen Geldproblemen das Leben zu nehmen. Doch der Mörder und seine Frau, die ihn mal an seinem Arbeitsplatz besuchen wollte, sind bereits im Haus und an der Arbeit. Doch diese sind schwer verwirrt, als sie plötzlich so viele Personen mit Diamantringen vorfinden. Sie entschliessen sich, am besten alle mit einem Ring umzubringen, doch dazu reicht die Munition nicht aus! George und Ellen stellen unterdessen fest, dass ihnen wohl keine andere Wahl bleibt, als den Mörder zur Strecke zu bringen, wenn sie den Mord noch verhindern wollen. Nach einer geladenen und spektakulären Geiselnahme aller Beteiligten und der inzwischen angerückten Polizei durch das Mörder-Ehepaar, kann dieses schlussendlich doch noch überwältigt werden. Durch den verfrühten Nachruf in der Zeitung sind überraschenderweise alle Aktien von Georges Unternehmen gestiegen, so dass die Schulden beglichen werden können und die englische Komödie mit viel schwarzem Humor ganz untypischerweise doch noch ein Happy-End findet.

Besetzung

Regie Martin Schwander
Sir George Middlesome bankrotter Unternehmer Etienne Meuwly
Lady Ellen seine Gattin Franziska Lenz
Tante Ludmilla Georges Tante Franziska Niederberger
Janine Moser ihre Angestellte Marion Sägesser
Jonas Hofer Konkursverwalter Hansueli Imhof
Emilia Ludmillas Pokerdame Stefanie Schwander
Thelma Ludmillas Pokerdame Nicole Affolter
Klara Ludmillas Pokerdame Esther Zürcher
Johann Butler von George und Ellen Bruno Mathys
Harald Einbrecher, Mörder Robert Baumgartner
Wendy seine Frau (seit kurzem) Miriam Zürcher
Inspektor Hanspeter
Wachtmeisterin Christa Hirschi
Versicherungsagentin Alexandra Meuwly
Graf Tom Miau-Miau Katze Technik
Technik Fritz Kiener
Technik Kaspar Kohler
Technik Franziska Schwander
Make-Up Anna Stäger