2010 - «Bäckerei Dreyfuess»


Im Jahr 2010 hat der TheO das Stück «Bäckerei Dreyfuess» aufgeführt. Für einige war dies keine Première, hat doch der TheO, oder damals einfach noch die Theatertruppe der Arbeiterchöre, dieses Stück bereits einmal aufgeführt. Doch das war bereits ein Weilchen her und so tat es der Spielfreude und der Stimmung keinen Abbruch, ein bereits gespieltes Stück wieder hervorzukramen und erneut einzustudieren. Schliesslich waren damals nur sehr wenige der heutigen Schauspieler bereits dabei und so war das Stück für die meisten trotzdem neu.

Die Fotos zu diesem Stück sind zu Gunsten der Ladezeit auf drei Gruppen aufgeteilt. Trotzdem kann die Ladezeit einige Sekunden in Anspruch nehmen. Danke für die Geduld. 

Das Stück, ein Lustspiel in drei Akten von Ulla Kling, dreht sich inhaltlich in erster Linie um den Konflikt zwischen einem Gemeindepräsidenten und einem Bäckermeister. Der Gemeinderat hat den Bau eines Supermarktes mit einer integrierten Bäckerei beschlossen. Doch das ist nicht des Bäckermeisters grösste Sorge. Nein, sondern dass diesem Neubau die alte, schon immer dagewesene Linde weichen sollte, ein Baum, der zur Geschichte des Dorfes und der manches Einwohneres gehört. Die freche Lehrtochter trägt mit ihren vorlauten Sprüchen nicht gerade zu einem ruhigen Klima bei und mit dem Backen von hunderten von Riesen-Gipfeli, weil sie sich im Mass geirrt hatte, schiesst sie den Vogel ab und dem Gemeindepräsidenten die Wut in den Kopf. Der Gemeindepräsident alarmiert daraufhin sofort den Bäckereiverband und hetzt der Bäckersfamilie damit einen Kontrolleur auf den Hals, einen richtigen Paragraphenreiter. Und die etwas eingebildete Frau Doktor Lieblich bietet sich der Lehrtochter als besonders attraktives Ziel für ihre Sprüche an. Als der Bäckermeister aus Protest noch die Linde besetzt und Papierfetzen mit Protestparolen in die Riesen-Gipfeli einbackt, scheint das ganze aus dem Ruder zu laufen. So führt eins zum anderen, die Teigfetzen fliegen, und der Stress wird für die Frau des Bäckermeisters und deren Angestellte immer grösser, bis das ganze für des Bäckers Frau in einem Zusammenbruch gipfelt. Obgleich die Tatsache wenig erfreulich ist, so ist es doch die Ursache um so mehr: Die Bäckermeisterin erwartet ein Kind. Zu guter letzt beruhigen sich die Gemüter, auf die frohe Botschaft über den Nachwuchs sowieso. Und so wird die Idee des modernen Einkaufzenters wieder verworfen und der Gemeindepräsident und der Bäckermeister versöhnen sich wieder.

Mit Situationskomik, hitzigen Wortgefechten und doch tiefergehenden Konflikten, etwa über die heutige Situation des Gewerbes in den Dörfern oder der Macht des kleinen Mannes, gegen einen politischen Entscheid vorzugehen, bietet das Stück beste Unterhaltung.

Besetzung

Regie Martin Schwander
Theo Dreyfuess Bäckermeister Bruno Mathys
Rosa Dreyfuess seine Frau Alexandra Meuwly
Lili deren Lehrtochter Miriam Zürcher
Hans Brunner Gemeindepräsident Etienne Meuwly
Frau Dr. Lieblich Frau eines Arztes Marion Sägesser
Hanna Bäckerei-Angestellte Esther Zürcher
Herr Lehmann Kontrolleur
Bäckereiverband
Hansueli Imhof
Frau Sommer Zeitungsreporterin Mirjam Käser
Herr Linse ihr Fotograf Patrick Zürcher
Frau Dr. Berger Ärztin Franziska Niederberger
Technik Fritz Kiener
Technik Kaspar Kohler
Make-Up Anna Stäger